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Wer spinnt hier?

Sie schaffen es, in kürzester Zeit einen Baum mit einem dichten Netz aus feinstem Gespinst zu überziehen und ihn dann kahl zu fressen: die Raupen aus der Familie Gespinst- und Knospenmotten (Yponomeutidae), von denen es weltweit etwa 900 Arten gibt. Mit dem staubfeinen Netz schützen sich die kleinen Raupen vor Fressfeinden wie Vögeln oder Witterungseinflüssen wie starkem Regen. In den Gespinsten wie hier im Rheinauer Wald leben Hunderte von Larven, die sich bis Mitte Juni im Schutz verpuppen und etwa zwei Wochen später als kleine weiße, schwarzgetupfte erwachsene Falter dem Kokon entschlüpfen. Nach Angaben des NABU fördert der Klimawandel das massenhafte Auftreten dieser Arten. Außer bei manchen Obstbäume richten die Raupen jedoch keinen Schaden an, heißt es dort, denn die Bäume treiben mit dem Johannistrieb im Juni erneut aus.

Bewegende Geschichte

Das Thema Kindesmissbrauch ist in Corona-Zeiten erschreckend aktuell. Die Polizei hat im vergangenen Jahr 15.936 Fälle von sexueller Gewalt gegen Kinder registriert. Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung fürchtet, dass in der Corona-Krise Gewalt gegen Kinder zunehmen könnte. Welche seelische Qualen und psychische Schäden davon betroffene Menschen erleiden, schildert eindringlich die Autorin einer autobiogafischen Erzählung, die jetzt im Romeon-Verlag erschienen ist.
Als kleines Kind kommt Adriana ins Kinderheim, weil ihre Mutter nicht vom Alkohol loskommt. Im Kinderheim findet sie Liebe und Geborgenheit, doch der Vater, der sich von Adrianas Mutter hat scheiden lassen und mit seiner zweiten Frau eine neue Familie gegründet hat, drängt sie dazu, sich für ein neues Zuhause in dieser Familie zu entscheiden.
Doch dem Vater fehlen Stärke und Kraft, sich gegen die Stiefmutter durchzusetzen, die Adriana das Leben zur Hölle macht. Adriana sucht nach Liebe, doch die findet sie weder in ihrem von Gewalt und Missbrauch geprägten familiären Umfeld noch in ihren Beziehungen: Immer wieder Enttäuschungen, immer wieder Verluste, immer wieder heißt es: „Aus … vorbei … man will dich nicht!“ Bis sich das Blatt wendet … Wird Adriana es schaffen, sich aus dem Teufelskreis zu befreien?

Adriana Zenit: Mein Herz blutet und meine Seele weint. (https://www.buchwerk-shop.de/product_info.php?info=p250_mein-herz-blutet-und-meine-seele-weint.html)
Eine autobiografische Erzählung über Missbrauch, Alkoholismus und die Sehnsucht nach Liebe, Halt und Sicherheit. Erschienen im Romeon-Verlag, ISBN 978-3-96229-148-8, Hardcover, 164 Seiten, 17,95 Euro

Erstes Open-Air-Konzert im Land

Als Erste im Land wollen die Stuttgarter Saloniker unter Einhaltung aller Pandemie-Regelungen im Mai und Juni drei Open-Air-Konzerte veranstalten. Wie aus einer Pressemitteilung des Ensembles hervorgeht, plant Orchesterleiter Patrick Siben, der am Muttertagssonntag bereits zu einem ,,Probesitzen“ in den wiedereröffneten Park seine Villa Franck eingeladen hatte, am Samstag, 16. Mai, ein Konzert im Rosengarten der Villa Franck, am Pfingstmontag, 1. Juni, ein Konzert auf der Stuttgarter Königstraße und am Samstag, 20. Juni, ein Konzert auf Schloss Solitude,
Für seinen ,,Fünf-Punkte-Plan“ für das Konzept eines ,,Corona-übertragungsfreien Open-Air-Konzerts“, wie er sein Vorhaben nennt und das er sich notfalls als Demo genehmigen lassen will , sollen folgende Voraussetzungen gelten:
Bei diesen Freiluftveranstaltungen wird die Zuhörerschaft auf 100 bis 200 Personen beziehungsweise auf zehn Quadratmeter pro Person begrenzt, die Besucherstühle werden in einem Abstand von jeweils zwei Metern arrangiert, dazwischen gibt es breite Korridore. Paare und Familien dürfen zusammensitzen. Die Besucher werden im Einbahnprinzip geführt, Eingang von links, Ausgang von rechts, sodass keine Begegnungen möglich sind. Beim Einlass werden Seife, Papierhandtücher und Händedesinfektionsmittel verteilt; diese gibt es auch auf der Toilette. Bei den Konzerten handelt es sich jeweils um eine geschlossene Veranstaltung, die Personalien der Konzertbesucher sind dem Veranstalter bekannt und werden dokumentiert. Am Eingang wird eine Besucherliste geführt, Karten gibt es im Vorverkauf.
Die Villa Franck bleibt geschlossen, die Zufahrt gesperrt. Auto können am Bahnhof oder am Murrhardter Gymnasium geparkt werden. Von dort beträgt der Fußweg zum Park über die Freitreppe von der Heinrich-von-Zügel-Straße aus etwa zehn Minuten.

Corona: Infos aus sicherer Quelle

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zusammengestellt unter: www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html

Das Robert Koch-Institut erfasst kontinuierlich die aktuelle Lage, bewertet alle Informationen und schätzt das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland ein. Informationen dazugibt es unter www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html. Die Weltgesundheitsorganisation WHO informiert über die Entwicklung der Pandemie in den europäischen Ländern unter http://www.euro.who.int/de/health-topics/health-emergencies/coronavirus-covid-19.