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Nussknacker unterwegs

Wer hat je behauptet, Eichhörnchen würden nur Eicheln fressen? Die putzigen Nager sind Allesfresser, die sich auch mal Insekten oder Schnecken, junge Vögel oder Vogeleier und sogar Obst einverleiben. Besonders lieben sie Haselnüsse, Bucheckern, Kastanien und natürlich Walnüsse, vor allem die beiden, die zurzeit unseren alten Nussbaum plündern. Wir haben sie Ecki und Knacki genannt und sehen ihnen täglich zu, wenn sie oben im höchsten Bauwipfel ihre Mahlzeit halten und dabei überall auf dem Rasen und dem Plattenweg ihre Nussschalen verteilen. Vor allem Knacki ist ein eifriger Knabberer, und ebenso eifrig flitzt er mit den vom Baum erbeuteten Schätzen in die Gärten der Nachbarn, um sie dort als Wintervorrat zu vergraben. Denn Eichhörnchen halten keinen Winterschlaf, sondern legen in der kalten Jahreszeit längere Schlaf- und Ruhepausen ein. Dank ihres guten Geruchssinns finden sie dann einen großen Teil der versteckten Nüssen wieder. Aber längst nicht alle. Und aus den unentdeckten wächst dann in so manchem Garten wieder ein neuer Nussbaum heran. Wegen ihrer Vorratshaltung spielen die Eichhörnchen eine wichtige Rolle beim natürlichen Waldaufbau.

Schlaumeier

Rabe auf Abfallkorb mit Strohhalm

Ganz schön clever sind sie, die schwarzen Rabenkrähen, die Wissenschaftler sogar als „gefiederte Affen“ bezeichnen, weil sie in ihren kognitiven Fähigkeiten und ihrem Sozialverhalten den Primaten sehr ähnlich sind. Diese hier jedenfalls weiß genau, wo es etwas zu futtern gibt und wie sie an die Leckerei drankommt. Aber ob sie auch weiß, wie das mit dem Strohhalm funktioniert?

Wer spinnt hier?

Sie schaffen es, in kürzester Zeit einen Baum mit einem dichten Netz aus feinstem Gespinst zu überziehen und ihn dann kahl zu fressen: die Raupen aus der Familie Gespinst- und Knospenmotten (Yponomeutidae), von denen es weltweit etwa 900 Arten gibt. Mit dem staubfeinen Netz schützen sich die kleinen Raupen vor Fressfeinden wie Vögeln oder Witterungseinflüssen wie starkem Regen. In den Gespinsten wie hier im Rheinauer Wald leben Hunderte von Larven, die sich bis Mitte Juni im Schutz verpuppen und etwa zwei Wochen später als kleine weiße, schwarzgetupfte erwachsene Falter dem Kokon entschlüpfen. Nach Angaben des NABU fördert der Klimawandel das massenhafte Auftreten dieser Arten. Außer bei manchen Obstbäume richten die Raupen jedoch keinen Schaden an, heißt es dort, denn die Bäume treiben mit dem Johannistrieb im Juni erneut aus.