wipress

Zum Nachlesen: Weckruf zur Umkehr

„Seid respektvoll im Umgang mit dem Nächsten und der Umwelt! Der Mensch muss ein kluger Verwalter der Natur werden, anstatt ihr Ausbeuter zu sein. Wird dieser Appell überhört, so droht zweifellos der Untergang unserer Zivilisation“. So lautet die Botschaft des Buches „Und sagt nicht, Ihr hättet nichts gewusst“ von Christian Klee. Der promovierte Physiker, der nach langjähriger Berufstätigkeit im Forschungs-, Entwicklungs- und Technologie-Management sich als Gaststudent mit Theologie, Philosophie und Bio-Ethik auseinandergesetzt und sich Kenntnisse in Umweltphysik und Ökologie angeeignet hat, liefert in diesem Buch eine Fülle von Fakten, die aufzeigen, zu welcher Schieflage das respektlose Verhalten der Menscheit jedweder Lebensform gegenüber geführt hat. Dieser Sachtext ist ein eindringlicher Weckruf zur Umkehr zu einem Menschenbild, bei dem sittliche Werte handlungsleitend sind. Erschienen im Romeon Verlag (https://www.romeon-verlag.de), ISBN 978-3-96229-178-5, erhältlich beim Verlag und im Buchhandel.

Geschenke aus dem Marchivum

Wer zum Geburtstag, zum Jubiläum oder zu Weihnachten jemandem eine Freude machen will, der oder die sich für die Mannheimer Stadtgeschichte interessiert, der dürfte im Marchivum, dem Mannheimer Stadtarchiv, fündig werden. Erinnerungen an Mannheim zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts bis in die 1970er-Jahre zeigen beispielsweise die „Mannheimer Filmschätze“ 1 bis 3; und eine von vielen lesens- und schenkenwerten Publikationen des Marchivums ist das Buch „BUGA 75. Ein Fest verändert die Stadt“, die Begleitschrift zur Ausstellung 1975, die die Aufbruchstimmung jener Zeit dokumentiert und den Bogen spannt von Mannheims erster Gartenschau 1907 bis zur kommenden Bundesgartenschau 2023. Zum Einrahmen schön sind die Plakate zu Ereignissen früherer Jahre und die alten Stadtkarten. Originelle Grüße aus Mannheim lassen sich mit den Marchivum-„eCards“ kostenlos verschicken: Einfach ein Motiv auswählen, Grußtext sowie E-Mail-Adresse von Absender und Empfänger eingeben und ab geht die Post. Weil die Lichtmeile am 21. November wegen Corona nicht wie geplant stattfinden kann, stellt das Marchivum einige sehr schöne Aufnahmen des Mannheimer Fotografen Tin Man (alias Andreas Schmidt) als Grußkarten-Motive zur Verfügung. Ausgewählte Lieblingsplätze werden in ihrer ganzen Farbenpracht neu interpretiert.

Planet Dürrenmatt: Autor und Zeichner

An den 1921 im schweizerischen Emmental geborenen und am 14. Dezember 1990 in Neuchâtel verstorbenen Schriftsteller und Künstler Friedrich Dürrenmatt erinnert die Stadt Heidelberg mit einem vielseitigen Programm unter dem Titel „Planet Heidelberg“. Bereits jetzt und bis bis 7. Februar 2021 präsentiert das dort Kurpfälzische Museum in Zusammenarbeit mit dem Centre Dürrenmatt Neuchâtel die Sonderausstellung „Friedrich Dürrenmatt: Karikaturen – Caricatures“. Während wohl kaum ein deutscher Gymnasiast um eine Beschäftigung mit einem von Dürrenmatts Stücken wie „Der Richter und sein Henker“ oder „Der Besuch der alten Dame“ herumgekommen ist, war das zeichnerische Werk des Autors, den die Stadt Mannheim 1959 mit ihrem Schillerpreis auszeichnete, selten Unterrichtsgegenstand. Die Ausstellung beweist, dass sich die Beschäftigung damit lohnt.

Infos über die Ausstellung gibt es unter https://www.museum-heidelberg.de, über das gesamte Programm zu „Planet Dürrenmatt“ auf der Internetseite der Stadt Heidelberg, https://www.heidelberg.de.

Polizei: Kampagne gegen Kinderpornos

Insbesondere jungen Menschen zu vermitteln, dass sie sich durch die Verbreitung von Kinderpornografie strafbar machen können, ist das Ziel einer Kampagne, die jetzt die Polizei in ihrem Programm Polizeiliche Prävention der Länder und des Bundes (ProPK) gestartet hat. Denn laut polizeilicher Kriminalstatistik steigt die Verbreitung von Darstellungen sexualisierter Gewalt an Kindern über Chats, Messenger und soziale Netzwerke stetig. Um die Verbreitung von Kinderpornografie in digitalen Medien zu stoppen, will die Kampagne Jugendliche mit aufrüttelnden Videoclips dafür sensibilisieren, wie sie mit diesen strafbaren und möglicherweise traumatisierenden Inhalten richtig umgehen.

Die Kampagne der Polizei besteht aus mehreren Komponenten, die sich mit ihren Informationen an verschiedene Zielgruppen richtet. Mit dem Kurzfilm „sounds wrong“ und einem zweite Film, der im November veröffentlicht wird, sollen zunächst junge Menschen über die sozialen Netzwerke erreicht werden. Die Videoclips sind abrufbar auf den Social-Media-Kanälen des ProPK:

Facebook: https://www.facebook.com/ZiviHelden

Instagram: https://www.instagram.com/ZivileHelden

Twitter: https://twitter.com/ZivileHelden

YouTube: Polizeiliche Kriminalprävention (ab 28. Oktober 2020)

Die Verbreitung von Darstellungen sexualisierter Gewalt an Kindern über Chats, Messenger und soziale Netzwerke steigt. Dabei werden auch Kinder und Jugendliche oft unwissentlich zu Tätern: Laut bundesweiter Polizeilicher Kriminalstatistik war in Deutschland im Jahr 2019 etwa ein Drittel der erfassten Tatverdächtigen jünger als 18 Jahre (549 Kinder und 820 Jugendliche). „Wir müssen Kindern und Jugendlichen eindeutig klarmachen, dass sie Straftaten begehen, wenn sie kinderpornografische Inhalte verbreiten. Oft ist ihnen dabei nicht bewusst, dass hinter einem im Chat verbreiteten Video ein realer sexueller Kindesmissbrauch stehen kann“, erklärt Dr. Stefanie Hinz, Vorsitzende der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. „Mit unseren Videoclips und den zusätzlichen Informationen wollen wir insbesondere jungen Menschen vermitteln, wie sie mit diesen strafbaren und möglicherweise traumatisierenden Inhalten richtig umgehen. Unser Ziel ist es, die Verbreitung von Kinderpornografie in digitalen Medien zu stoppen.“

Ausführliche Informationen im Internet und Handreichungen des ProPK ergänzen die filmischen Beiträge. Eltern stehen umfassende Informationen zum Thema in der Broschüre „Onlinetipps für Groß und Klein“ zur Verfügung. Lehrerinnen und Lehrer erhalten in der neuen Handreichung „Schule fragt. Polizei antwortet.“ Antworten auf die wichtigsten Fragen zu diesem Thema. Darüber hinaus kann sich jeder auf den Internetseiten www.polizei-beratung.de/soundswrong sowie www.polizeifürdich.de über das Thema informieren.

Early Jazz mit Lichtermeer

Zu ihren Panoramakonzerten auf dem Stuttgarter Fernsehturm laden die Stuttgarter Saloniker zum Beginn der dunklen Jahreszeit ein. Patrick Siben und die Jazzformation ,,Saloniker String and Swing Orchestra“ bieten ein nächtliches Kontrastprogramm auf dem ersten Fernsehturm der Welt. Er wurde ab 1954 auf Stuttgarts höchster Erhebung, dem Bopserhügel bei Degerloch, errichtet und ging ab 1956 auf Sendung.
Der Kapellmeister spielt mit seinen Musikern aufregenden Early Jazz (Ragtime, Blues, Swing & Latin) und berichtet ,,live, unplugged und in Farbe“ von den Vorläufermedien des Fernsehens, von der Erfindung der Schellackplatte, von Radio, Stummfilm und Kino im bahnbrechenden Agfa-Color-Verfahren. Als Höhepunkt der Veranstaltung präsentiert er Musik von Erwin Lehn und dem Südfunk-Tanzorchester des Süddeutschen Rundfunks (SDR) aus den 1950ern und damit aus der Bauzeit des Stuttgarter Fernsehturmes. Vor den Konzerten kann können die Besucher auf der Aussichtsplattform den Blick über das Lichtermeer der Stadt genießen.

Termine:
Freitag, 30. Oktober, 19 Uhr und 21 Uhr
Samstag, 31. Oktober, 19 Uhr und 21 Uhr
Montag, 30. November, 18 Uhr und 20 Uhr
Dienstag, 1. Dezember, 18 Uhr und 20 Uhr

Eine Platzreservierung emfpiehlt sich. Karten gibt es am Kartentelefon unter Nummer 07192 9366931, im Internet unter www.saloniker.de/karten oder per E-Mail an ticketing@saloniker.de





Missbrauch verhindern

In einer bundesweiten Kampagne zeigt die Polizei Handlungsmöglichkeiten bei Verdacht auf sexuelle Gewalt an Kindern auf.

Missbrauch bleibt oft im Verborgenen. Trotz zahlreicher Informationen der Bevölkerung über sexuellen Kindesmissbrauch wird diese Straftat verhältnismäßig selten polizeilich bekannt – vor allem, wenn sexuelle Gewalt innerhalb der Familie oder des Bekanntenkreises ausgeübt wird. Die bundesweite Kampagne der Polizei „Missbrauch verhindern!“ klärt Erwachsene daher nicht nur über Schutzmöglichkeiten von Kindern auf, sondern macht gezielt auf die Notwendigkeit einer Anzeigenerstattung aufmerksam.

Gründe für eine mangelnde Anzeigenbereitschaft bei Verdacht auf sexuelle Gewalt an Kindern sind: die Abhängigkeit eines Opfers von ihnen bekannten oder mit ihnen verwandten Täterinnen und Tätern sowie die Angst der Angehörigen vor den Folgen einer Anzeige in einem damit verbundenen Gerichtsverfahren. „Schützen Sie Kinder durch Ihr Handeln, ist die wichtigste Botschaft der Kampagne ‚Missbrauch verhindern!‘. Damit wollen wir Erwachsenen im Umfeld von betroffenen Kindern Handlungsmöglichkeiten zum Kinderschutz aufzeigen. Dazu gehört auch eine Strafanzeige bei der Polizei“, erklärt Dr. Stefanie Hinz, Vorsitzende der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

Im Jahr 2019 wurden 13.670 Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch in der bundesweiten Polizeilichen Kriminalstatistik erfasst. 15.701 Jungen und Mädchen wurden dabei Opfer. Diese Zahlen spiegeln aber nur einen Teil des eigentlichen Ausmaßes von sexueller Gewalt wider. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht von einer Million betroffener Kinder in Deutschland aus. Diesen Schätzungen zufolge werden viele Fälle nicht zur Anzeige gebracht. Daher will die Kampagne „Missbrauch verhindern!“ auch insbesondere die Ängste vor einer Strafanzeige und einem Gerichtsverfahren abbauen – ohne den Schutz der kindlichen Opfer zu vernachlässigen. „Angehörige von betroffenen Kindern sollten wissen, dass eine Strafanzeige entscheidend dazu beiträgt, sexuelle Gewalt und damit das Leid der Kinder zu beenden. Der Gang zur Polizei ist für viele nicht einfach, aber spezialisierte Beratungsstellen oder auch die Anlaufstellen des ,Weißen Rings‘ unterstützen dabei. Nutzen Sie die Möglichkeiten und sagen Sie Nein zu Kindesmissbrauch“, betont Hinz.

Mit den fünf Schritten der Kampagne „Missbrauch verhindern!“ können Erwachsene Kinder vor sexueller Gewalt schützen:

1. Schützen Sie Kinder durch Ihr Wissen.
Informieren Sie sich über Fakten und Risiken – Unkenntnis begünstigt Missbrauch.

2. Schützen Sie Kinder durch Ihre Offenheit.
Machen Sie Missbrauch nicht zum Tabuthema – damit helfen Sie Opfern, sich anzuvertrauen.

3. Schützen Sie Kinder durch Ihre Aufmerksamkeit.
Oft gibt es Signale für Missbrauch – seien Sie aufmerksam.

4. Schützen Sie Kinder durch Ihr Vertrauen.
Vertrauen Sie den Aussagen von Kindern. Kinder erfinden selten eine an Ihnen begangene Straftat.

5. Schützen Sie Kinder durch Ihr Handeln.
Kümmern Sie sich um betroffene Kinder, holen Sie sich Hilfe und erstatten Sie Anzeige. Kinder können den sexuellen Missbrauch nicht beenden, sie brauchen die Hilfe von Erwachsenen.

Über „Missbrauch verhindern!“

Die Kampagne informiert seit 2013 über die Internetseite www.missbrauch-verhindern.de, eine gleichnamige Broschüre für Erwachsene sowie über Plakate über die Schutzmöglichkeiten bei sexueller Gewalt gegen Kinder. Die Medien sind kostenlos bei (Kriminal-)Polizeilichen Beratungsstellen erhältlich und unter www.missbrauch-verhindern.de zum Download eingestellt. Zusätzlich informiert die Polizei über die strafbare Verbreitung von Kinderpornografie. In den dazugehörigen FAQ werden die häufigsten Fragen in diesem Zusammenhang beantwortet. Dadurch soll die Bevölkerung konsequent über die Meldewege aufgeklärt werden unter: www.polizei-beratung.de/faqzukinderpornografie

Bewegende Geschichte

Das Thema Kindesmissbrauch ist in Corona-Zeiten erschreckend aktuell. Die Polizei hat im vergangenen Jahr 15.936 Fälle von sexueller Gewalt gegen Kinder registriert. Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung fürchtet, dass in der Corona-Krise Gewalt gegen Kinder zunehmen könnte. Welche seelische Qualen und psychische Schäden davon betroffene Menschen erleiden, schildert eindringlich die Autorin einer autobiogafischen Erzählung, die jetzt im Romeon-Verlag erschienen ist.
Als kleines Kind kommt Adriana ins Kinderheim, weil ihre Mutter nicht vom Alkohol loskommt. Im Kinderheim findet sie Liebe und Geborgenheit, doch der Vater, der sich von Adrianas Mutter hat scheiden lassen und mit seiner zweiten Frau eine neue Familie gegründet hat, drängt sie dazu, sich für ein neues Zuhause in dieser Familie zu entscheiden.
Doch dem Vater fehlen Stärke und Kraft, sich gegen die Stiefmutter durchzusetzen, die Adriana das Leben zur Hölle macht. Adriana sucht nach Liebe, doch die findet sie weder in ihrem von Gewalt und Missbrauch geprägten familiären Umfeld noch in ihren Beziehungen: Immer wieder Enttäuschungen, immer wieder Verluste, immer wieder heißt es: „Aus … vorbei … man will dich nicht!“ Bis sich das Blatt wendet … Wird Adriana es schaffen, sich aus dem Teufelskreis zu befreien?

Adriana Zenit: Mein Herz blutet und meine Seele weint. (https://www.buchwerk-shop.de/product_info.php?info=p250_mein-herz-blutet-und-meine-seele-weint.html)
Eine autobiografische Erzählung über Missbrauch, Alkoholismus und die Sehnsucht nach Liebe, Halt und Sicherheit. Erschienen im Romeon-Verlag, ISBN 978-3-96229-148-8, Hardcover, 164 Seiten, 17,95 Euro

Corona: Infos aus sicherer Quelle

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zusammengestellt unter: www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html

Das Robert Koch-Institut erfasst kontinuierlich die aktuelle Lage, bewertet alle Informationen und schätzt das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland ein. Informationen dazugibt es unter www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html. Die Weltgesundheitsorganisation WHO informiert über die Entwicklung der Pandemie in den europäischen Ländern unter http://www.euro.who.int/de/health-topics/health-emergencies/coronavirus-covid-19 oder weltweit unter https://de.safetydetectives.com/novel-coronavirus-ncov-real-time-report/.