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Polizei: Kampagne gegen Kinderpornos

Insbesondere jungen Menschen zu vermitteln, dass sie sich durch die Verbreitung von Kinderpornografie strafbar machen können, ist das Ziel einer Kampagne, die jetzt die Polizei in ihrem Programm Polizeiliche Prävention der Länder und des Bundes (ProPK) gestartet hat. Denn laut polizeilicher Kriminalstatistik steigt die Verbreitung von Darstellungen sexualisierter Gewalt an Kindern über Chats, Messenger und soziale Netzwerke stetig. Um die Verbreitung von Kinderpornografie in digitalen Medien zu stoppen, will die Kampagne Jugendliche mit aufrüttelnden Videoclips dafür sensibilisieren, wie sie mit diesen strafbaren und möglicherweise traumatisierenden Inhalten richtig umgehen.

Die Kampagne der Polizei besteht aus mehreren Komponenten, die sich mit ihren Informationen an verschiedene Zielgruppen richtet. Mit dem Kurzfilm „sounds wrong“ und einem zweite Film, der im November veröffentlicht wird, sollen zunächst junge Menschen über die sozialen Netzwerke erreicht werden. Die Videoclips sind abrufbar auf den Social-Media-Kanälen des ProPK:

Facebook: https://www.facebook.com/ZiviHelden

Instagram: https://www.instagram.com/ZivileHelden

Twitter: https://twitter.com/ZivileHelden

YouTube: Polizeiliche Kriminalprävention (ab 28. Oktober 2020)

Die Verbreitung von Darstellungen sexualisierter Gewalt an Kindern über Chats, Messenger und soziale Netzwerke steigt. Dabei werden auch Kinder und Jugendliche oft unwissentlich zu Tätern: Laut bundesweiter Polizeilicher Kriminalstatistik war in Deutschland im Jahr 2019 etwa ein Drittel der erfassten Tatverdächtigen jünger als 18 Jahre (549 Kinder und 820 Jugendliche). „Wir müssen Kindern und Jugendlichen eindeutig klarmachen, dass sie Straftaten begehen, wenn sie kinderpornografische Inhalte verbreiten. Oft ist ihnen dabei nicht bewusst, dass hinter einem im Chat verbreiteten Video ein realer sexueller Kindesmissbrauch stehen kann“, erklärt Dr. Stefanie Hinz, Vorsitzende der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. „Mit unseren Videoclips und den zusätzlichen Informationen wollen wir insbesondere jungen Menschen vermitteln, wie sie mit diesen strafbaren und möglicherweise traumatisierenden Inhalten richtig umgehen. Unser Ziel ist es, die Verbreitung von Kinderpornografie in digitalen Medien zu stoppen.“

Ausführliche Informationen im Internet und Handreichungen des ProPK ergänzen die filmischen Beiträge. Eltern stehen umfassende Informationen zum Thema in der Broschüre „Onlinetipps für Groß und Klein“ zur Verfügung. Lehrerinnen und Lehrer erhalten in der neuen Handreichung „Schule fragt. Polizei antwortet.“ Antworten auf die wichtigsten Fragen zu diesem Thema. Darüber hinaus kann sich jeder auf den Internetseiten www.polizei-beratung.de/soundswrong sowie www.polizeifürdich.de über das Thema informieren.